
Der Beginn
Im Jahr 1898 hdlt der "Erste Wiener Arbeiter-Fu_ball-Club" seine Gr|ndungsversammlung ab. Gespielt wurde auf einem Platz neben der Radetzky-Kaserne mit sch|chternen Rekruten. Die Klubfarben sind Blau-Rot und die Einschreibgeb|hr betrdgt eine Krone, der Wochenbeitrag 10 Heller.
Dem "Arbeiter FC" wird jedoch kein langes Leben prophezeit. Die Matches verliefen einseitig und leider nur zu oft mit zweistelligen Niederlagen. AC Viktoria gewinnt einmal mit 17:0 - die Revanche mit 14:0; der WAC |berrennt auf der Schmelz den jungen Klub mit 20:0. Doch die "Arbeiter" arbeiten an sich, und gegen Vindobona kommt der erste urkundlich belegte Sieg zustande - 4:1.
Aber beim Klub geht die Krise weiter, und am 8. Jdnner 1899 wird bereits ein "Krisengipfel" in Form einer Generalversammlung einberufen. Nur vier Monate nach Gr|ndung des Vereins entschlie_t man sich zu einem neuen Namen. Obmann Palek, Sekretdr Goldschmidt und die beiden Kapitdne Kailich und Schediwy nennen den Verein ;Sportklub Rapid+.
Mit "Rapid" - auf Englisch: schnell, rasch und reißend - soll die Wende gelingen. Doch leider ging es nicht rapide aufwdrts. Die Niederlagen bleiben - seltener jedoch werden bereits zweistellige Resultate. 1900 rief das "Komitee zur Veranstaltung von Fu_ballwettspielen" einen Verband namens "Fu_ball-Union" ins Leben und f|hrten eine erste Meisterschaft ein. Nur f|nf Mannschaften (Cricket, Vienna, WAC, Viktoria und 1898) wurden jedoch f|r erstklassig befunden.
Die Heimspiele Rapids fanden weiterhin am Acker auf der Schmelz statt. Woche f|r Woche wurden auf Handwdgen die Platzrequisiten verstaut und die Fu_baller selbst verwandelten jeden Sonntag den Platz mit Eckfahnen, Torstangen, Kalkmilch zu einem Fußballfeld. Der Begeisterung tat es auch keinen Abbruch, da_ die Spieler alles aus eigener Tasche zahlen mu_ten. Zu den Auswdrtsspielen gelangte man oft aus Mangel an Fahrgeld zu Fu_.
Das erste internationale Auswdrtsmatch
Ein Herr Kohn vermittelte den Rapidlern das erste Auswdrtsmatch. Es ging gegen die Prager Austria. Als f|rstliche Gage wurden 108 Kronen angeboten und die Mannschaft "verdiente" sich jede einzelne Krone beim 1:1 in Prag. Vor allem aber bei Hin- und R|ckreise im drittklassigen Personenzug. Erst wieder in Wien kam man dahinter, weshalb gerade Rapid die Ehre einer "internationalen Begegung" zukam: Allen anderen Klubs erschien die Summe von 108 Kronen als Butterbrot. Nur Rapid war kein Stein aus der Krone gefallen.
Gr|n-Wei_
Rapid ist nun sieben Jahre alt und nicht einmal noch gr|n-wei_. Im Jahre 1903 erwarb man in Rudolfsheim (Ecke H|tteldorfer Stra_e - Selzerstr_e) einen neuen Grund. Hier kamen die Gdsteteams sprichwvrtlich auf die schiefe Ebene, denn der Platz wies ein erhebliches Gefdlle auf. Von einem Tor zum anderen betrug der Hvhenunterschied zwei (!) Meter. Eine Tatsache die von den Rapidlern geschickt genutzt wurde. Was die Namensdnderung nicht zuwege brachte, vermochten das Terrain und die ab dem Jahr 1904 neuen Klubfarben "Gr|n-Wei_": Rapid wurde stdrker!
Die Brust der Rapidler zierte nun ein Leibchen mit gr|n-wei_en Ldngsstreifen. Wieviele andere Fu_ballmannschaften dieser Welt identifiziert man wohl so blitzartig mit ihren Farben? Und waren fr|her die Rapidler in der Anfangsphase noch ein leichter Gegner, so hatten nun bereits die einstigen Klassemannschaften WAC und Cricket auf dem eigent|mlichen Rudolfsheimer Platz, an dem 1907 auch ein Klubhaus entstand, schwer zu kdmpfen.
Kein Pachtvertrag mehr
Im Jahr 1910 k|ndigte die Gemeinde Wien den Pachtvertrag Rapids, und die Mannschaft stand plvtzlich ohne eigenen Platz da, der in der Zwischenzeit auch bereits planiert war und damit keinen Hvhenunterschied mehr hatte. Doch auch in dieser Zeit zeigte sich bereits das gro_e Kdmpferherz das in Rapid schlug. Zu m|hsam hatte man das Publikum |berzeugt, und als Pr|gelknaben bekam man den Bi_ um es allen zeigen zu wollen. Es mu_te weitergehen. Und so machte man sich auf die Suche nach einem neuen Platz.
Diese Krise f|hrte jedoch auch zum R|cktritt des Vorstands und mehrerer Spieler. In hvchster Not nahm sich der Schriftsetzer und legendenumwobene Rapid-Idealist Dionys Schvnecker der Mannschaft an. Er stellte eine unglaublich junge Elf auf die F|sse. Doch die jungen Spieler aus der Jugend und der Reserve eilen daraufhin, zum Erstaunen der Konkurrenz, von Erfolg zu Erfolg.
Erster vsterreichischer Meister
1911 beginnt auch der Bau einer neuen Heimstdtte Rapids. Es handelt sich um ein H|tteldorfer Grundst|ck - die Pfarrwiese. Nach der Fertigstellung kamen oft 8.000 Zuschauer um die erfolgreichen Jungen zu sehen. 1911 gab es auch den Startschu_ zur ersten Fu_ballmeisterschaft. Mit Rapid waren in der ersten Klasse noch vertreten: Sportklub, WAF, WAC, Vienna, Simmering, Floridsdorf, Amateure, Hertha, Rudolfh|gel, Cricket und Viktoria. Und diese erste Meisterschaft gewinnt mit 15 Siegen und einem Torverhdltnis von 64:31 - erraten: Rapid! Auch in der folgenden Saison (1912/1913) wird Rapid wieder Meister. Diesmal sogar ohne einzige Niederlage. Ein Kunstst|ck das erst 1946 wieder gelingen wird.
Der erste Legiondr
In dieser Zeit wurde auch der erste Legiondr Rapids verpflichtet. Pepi Klima wechselt f|r 100 Kronen Handgeld von Wacker-M|nchen auf die Pfarrwiese. Um ihn langsam aufzubauen, steckte ihn Dionys Schvnecker vorerst einmal in die Reserve. Aber nur einmal. Als Rechtsverbinder hatte er auf Anhieb sechs Tore geschossen. Und so setzte ihn Schvnecker auch gleich in internationale Kdmpfe. Und zwar mit Erfolg. MTK Budapest treten mit 3:0 und Ferencvaros mit 3:1 die Heimreise nach Ungarn an. Und dann folgte ein denkw|rdiges Ablvsespiel gegen Wacker-M|nchen in Deutschland. Die alten Mannschaftskameraden sehen in ihm einen "Verrdter" und versuchen mit allen mvglichen bzw. besser gesagt unmvglichen Mitteln ihn zu halten (und sei es als Krankenhauspatienten). Trotzdem trifft Josef Klima zweimal. Nach dem Schlu_pfiff wird Klima sogar von einem Polizisten verhaftet. Sein alter Verein rechnete ihm auf Mark und Pfennig vor, was er als M|nchener Profi verdient hatte. Schvnecker bldttert jedoch die 120 Mark hin und Klima bleibt Rapidler.
Rapid-Viertelstunde
Die Saison 1918/19 war ein Jubildumsjahr. 20 Jahre Gr|n-Wei_! Und noch etwas spielte sich in diesem Jahr ab (obwohl die genaue Geburtsstunde leider nicht mehr eruiert werden kann). Etwas was f|r alle folgenden Rapid-Mannschaften bestimmend war. Zum erstenmal schlug die "Rapid-Viertelstunde". Sie wurde den vsterreichischen Fu_ballfreunden zu einem fixen Begriff. F|nfzehn Minuten, die letzten f|nfzehn Minuten, in denen alle Krdfte nochmals mobilisiert werden, und die f|r soviele gegnerische Mannschaften die schrecklichsten Minuten wurden.
Auch der Zustrom der Fans lie_ nicht nach und erforderte ab 1920 einen weiteren Zubau. Durch eine neue Trib|ne erhvht sich das Fassungsvermvgen auf 20.000 Zuschauer. Im Ervffnungsspiel am 20. Oktober 1921 werden 20.000 Fans Zeugen eines 6:4 gegen den FAC.
Bis 1923 gelingt es seit Einf|hrung der Meisterschaft nur viermal anderen Mannschaften Meister zu werden. Die anderen acht Saisonen gewinnt Rapid.
1927 wird der Vorldufer des heutigen Europacups ins Leben gerufen. Rapid nahm als vsterreichischer Cupsieger an diesem neuen internationalen Bewerb teil und der erste Gegner war der jugoslawische Meister Hajduk-Split.
1938 gewinnt Rapid mit sieben Punkten Vorsprung die Meisterschaft. Damit hatte man den Rekord aus den Jahren 1913 und 1919 eingestellt.
Kriegsjahre
Im Juni 1939 ist Rapid vierzig Jahre alt geworden. Zur Feier werden zwei Spitzenmannschaften aus dem "Altreich" eingeladen. Fortuna-D|sseldorf und der regierende Meister Hannover 96. Da_ Hannover 96 als regierender Meister kommt, flv_t den Rapidlern jedoch keinen Respekt ein, die Norddeutschen werden mit 11:1 regelrecht abgeschossen.
1938 schafft es Rapid im nunmehr deutschen Cupbewerb bis ins Endspiel, wo FSV Frankfurt wartet. Bis zehn Minuten vor Schlu_ stand es 1:0 f|r Frankfurt. Mit kleiner Verspdtung setzt bei den wenigen mitgereisten Fans durch rhythmisches Klatschen die Rapid-Viertelstunde ein. Schors, Hofstdtter und Binder drehen in diesen letzten 10 Minuten noch alles um, und Rapid gewinnt mit 3:1 den Pokalbewerb.
Drei Jahre spdter, am 22. Juni 1941, steht Rapid im Finale um den deutschen Titel. Es sollte ein denkw|rdiges in die Geschichte eingehendes Spiel werden. Vor 100.000 Zuschauern hei_t der Konkurrent Schalke 04. Mit ihrem "Kreiselspiel" wurden die Gegner regelrecht eingeschn|rt und spielten sich derart von Erfolg zu Erfolg. Auch in diesem Endspiel scheint die Taktik der Gelsenkirchener aufzugehen. Zur Pause 2:0, kurz nach der Pause sogar 3:0 f|r Schalke. Im Vorgef|hl des sicheren Sieges gelingt Schor jedoch der erste Treffer f|r Rapid. Binder glich mit einem Freisto_ und einem Elfer aus. Das alles in der - erraten - in der Rapid-Viertelstunde. Den glanzvollen Schlu_punkt setzt abermals "Bimbo" Binder mit einer wahren Freisto_bombe aus 25 Metern - 4:3 f|r Rapid.
Vsterreich ist wieder frei
Wie hie_ der erste Nachkriegsmeister des wiedererstandenen Vsterreichs? Ach ja - richtig. Rapid - wer sonst. Auch 1948 sind die H|tteldorfer vor. Es kommen bald die F|nfziger, in denen Rapid sechsmal Meister werden wird.
1953 folgte Rapid einer Einladung zu einem Turnier in Br|gge. Jene Stadt in der Ernst Happel Ende der siebziger Jahre als Trainer f|r Furore sorgen wird. Rapid trifft bei diesem Turnier auf die gef|rchteten Kanoniere aus London: Arsenal. Nach 90 Minuten geht Rapid als 6:1 Sieger vom Platz und die Engldnder spenden Beifall.
Beginn des Europacups
1955 feiert der Europacup seine Premiere. Obwohl in diesem Jahr Vienna den H|tteldorfern die Meisterschaft entri_, d|rfen, in dem zundchst als Einladungsturnier konzipierten Cup, die Rapidler im erlauchten Kreis prominenter Teams nicht fehlen. \ber Philips-Eindhoven (6:1 und 0:1) erreicht man die zweite Runde. Gegen Milan trifft die Rapid-Standardelf eine Grippewelle, und unter Aufbietung aller Reservespieler ist jedoch mit 1:1 und 2:7 Endstation.
Ein Jahr spdter ist Real Madrid der Gegner. Die erste Partie gewinnt Real mit 4:2, das zweite Match entscheidet Rapid mit 3:1 f|r sich. Leider gab es noch keine Auswdrtstorregel - und daher mu_te ein drittes Spiel die Entscheidung bringen. Bis heute ist nicht gekldrt, weshalb dieses dritte Spiel in Madrid |ber die B|hne ging. Unter Max Merkel als Betreuer verliert Rapid 2:0.
1960/61 gelingt der Einzug ins Semifinale des Europacups. Besiktas Istanbul, Wismut Aue und IFK Malmv konnten ausgeschaltet werden. Die ndchste H|rde hie_ Benfica Lissabon. Das erste Match geht in Lissabon mit 0:3 verloren. Beim R|ckspiel gleicht Skocik 18 Minuten zum 1:1 aus. Nach Meinung des immer aufgebrachteren Publikums gibt Schiedsrichter Leafe mindestens drei sichere Elfmeter f|r Rapid nicht. Als Mr. Leafe auch noch ein klares Handspiel im Strafraum der Gdste |bersieht, ist dies der vielzitierte "Funke im Pulverfa_". Ausschreitungen und bedngstigende Szenen auf den Rdngen und schlie_lich auch am Spielfeld. Die Partie wird eine Minute vor Spielende abgebrochen. Die gro_en Europacupzeiten Rapids sind damit vorerst vorbei.
Die Durststrecke
Nachdem 1964, 1967 und 1968 wieder der Meistertitel erreicht wurde, begannen die starken Jahre von Innsbruck und Austria. Obwohl Rapid in den Jahren 1973 bis 1979 am Ende der Meisterschaft schlechtensfalls den dritten Platz erreichte und 1972 vsterreichischer Cupsieger wurde, dauerte es bis zur Saison 1981/82 um wieder den Meisterteller zu erringen, und diesen auch in der folgenden Saison zu verteidigen.
Celtic Glasgow
Die Europacupsaison 1984/85 wird zu einem der grv_ten Triumphe in der j|ngeren Geschichte Rapids. Durch den vsterreichischen Pokalerfolg im Jahr 1984 ist Rapid f|r den Europacup der Cupsieger spielberechtigt. Nachdem in der ersten Runde Besiktas Istanbul klar mit 4:1 und 1:1 (Gesamtscore 5:2) besiegt wird, trifft man in der zweiten Runde auf den schottischen Gegner Celtic Glasgow. Wdhrend das Heimspiel mit 3:1 gewonnen wurde, |berst|rzen sich in Glasgow die Ereignisse. Die Stimmung im Stadion eskalierte, immer hdufiger warfen Zuschauer Gegenstdnde ins Spielfeld - Rudi Weinhofer wird von einer Flasche am Kopf getroffen, mu_ verarztet werden, und mu_ sich wegen seiner Bandage daher in Folge den Namen Turban-Rudi gefallen lassen. Das Spiel endet mit 3:0 und Celtic w|rde ins Viertelfinale aufsteigen.
Doch Rapid protestiert gegen die skandalvsen Umstdnde in Glasgow - mit kleinem Erfolg. Obwohl eine 3:0-Strafverifizierung zugunsten Rapids die einzig angemessene Strafe gewesen waere, entscheidet die Strafkommission, da_ ein Wiederholungsspiel auf fremden Boden die Entscheidung bringen soll. Celtic hatte die aufgeb|rdete Mindestkilometer-Entfernung zu Glasgow geschickt genutzt. Der fremde Boden entpuppt sich ndmlich als das traditionsreiche Manchester-Stadion: Old Trafford.
Doch Rapid wdchst in diesem Wiederholungsspiel wieder einmal |ber sich hinaus. Obwohl Celtic einen Sturmlauf auf den anderen folgen ld_t - die Abwehr steht ausgezeichnet und Herbert "Funki" Feurer hdlt jeden Ball. In einem dieser fast schon w|tenden Angriffe der Schotten erhdlt ueberraschend Peter Pacult an der Mittellinie den Ball und setzt zum Konter an. Seinen Lauf |ber das halbe Spielfeld krvnt er mit seinem Tor zum 1:0 f|r Rapid. Wieder entladet sich die Aggression der Fans auf das Spielfeld. Ein schottischer Zuschauer springt aufs Feld und attackiert den blendend spielenden Funki. Feurer, obwohl benommen, will keinen Abbruch riskieren, und steht die Partie bis zum Ende durch. Schlu_pfiff und 1:0 - Rapid ist im Viertelfinale.
Dresden-Wunder
Im Viertelfinale mu_ Rapid im ersten Spiel nach Dresden in der damaligen DDR. Das Spiel wird klar mit 3:0 verloren und keiner glaubt mehr an einen Aufstieg. Keiner? Rapid wdre nicht Rapid. Und die Spieler legen im Gerhard-Hanappi-Stadion ein wahres Feuerwerk an Angriffsfu_ball aufs Feld. Am Ende steht es 5:0 f|r Rapid und der Einzug ins Halbfinale kann gefeiert werden.
Nun steht nur noch Dynamo Moskau zwischen Rapid und dem grv_ten Erfolg der j|ngeren Vereinsgeschichte. Doch auch diese H|rde wird mit 3:1 und 1:1 |berwunden.
Finale
Feyenoord Stadion, Rotterdam, 15. Mai 1985 und 50.000 Zuschauer. Der starke Gegner hei_t Everton. Bis zur Pause kann Rapid dagegenhalten, doch nach der Pause gehen die Engldnder, die im Halbfinale Bayern M|nchen ausschalteten, mit 2:0 (57 min: Gray, 72 min: Steven) in F|hrung. Kurz keimt Hoffnung auf, als in der 83. Minute Krankl den Anschlu_treffer erzielt. Doch zwei Minuten spdter stellt Sheedy den Endstand von 3:1 her.
Aufstellung:
Konsel; Lainer, Weber, Garger, Brauneder; Hristic, Kranjcar, Kienast, Weinhofer (Panenka);Pacult (Gross), Krankl
Die Krise
Nachdem 1987 und 1988 der Meister wieder Rapid hei_t, geht es mit dem vsterreichischen Rekordmeister sportlich und vor allem finanziell immer weiter bergab. Anfang 1994 erreicht die finanzielle Krise ihren Hvhepunkt nachdem das Experiment einer Rapid-Aktiengesellschaft scheitert. Der Hauptgldubiger Bank Austria besteht auf Konkurs und Auflvsung des traditionsreichen Klub. Erst vehemente Interventionen von Wiener Stadtpolitikern und prominenten Rapidanhdngern f|hren zu einem Umdenken der Bankleute.
Die Bank besteht jedoch auf einem drastischen Sparkurs, der eine radikale Verj|ngung der Mannschaft zur Folge hat. Routinierte Spieler m|ssen - wollen sie weiter bei Rapid spielen - erhebliche Gehaltseinbussen in Kauf nehmen, stark leistungsbezogene Vertrdge werden abgeschlossen. Als Trainer wird Ernst Dokupil verpflichtet. Er ist bekannt f|r seine gute Hand bei sehr jungen Spielern.
Aufwdrts
Der erste Aufschwung wird beim beliebten Wiener Stadthallenturnier Ende 1994 erkennbar. Rapid kann das Turnier f|r sich entscheiden. Dieser Erfolg wird jedoch durch den Gewinn des vsterreichischen Cups 1994/95 noch |bertroffen. Die erfrischende, auf Angriffsfu_ball aufgebaute, Spielweise begeistert immer mehr Stadionbesucher.
Die junge Mannschaft wird "erwachsen". Die Saison 1995/96 wird zu einer der erfolgreichsten der ganzen Klubgeschichte. Nach acht Jahren sichert sich Rapid im letzten Spiel gegen den direkten Titelkonkurrenten Sturm Graz den 30. Meistertitel. Doch ganz Vsterreich staunt |ber die andauernden Europacuperfolge Rapids. Noch in der ersten Runde m|ht sich Rapid mit dem Qualifikanten Petrolul Ploiesti aus Rumdnien ab. Und doch kann das Heimspiel, wie so oft in der Rapid-Viertelstunde, mit 3:1 gewonnen werden. Ein 0:0 in Rumdnien sichert den Aufstieg.
Doch schon in der zweiten Runde wartet mit Sporting Lisabon eine der besten Mannschaften Europas auf Rapid. Das erste Spiel entscheidet Sporting gegen eine schwache Rapid mit 2:0. Doch im R|ckspiel im Ernst-Happel-Stadion legt Rapid die erste Reifepr|fung ab. Ununterbrochene Sturmldufe Rapids bringen in der 92. Minute das 2:0. In der Verldngerung konnten die Portugiesen nichts mehr zulegen - Rapid steigerte sich jedoch in einen wahren Spielrausch und in der 120. Minute bedeutete das 4:0 Rapids das Erreichen des Viertelfinales. Nun wartete mit Dynamo Moskau ein alter und auch starker Bekannter. Beide Partien werden allerdings souverdn mit 1:0 und 3:0 gewonnen.
Finale - Finale - Europacupfinale
Im Semifinale freut sich Feyenoord Rotterdam nach der Auslosung bereits auf den vermeintlich schwachen Gegner Rapid. Auch ein 1:1 in den Niederlanden ern|chtert die Rotterdamer nicht. Noch nicht. Denn der 3:0-Sieg Rapids in Wien ld_t Feyenoord enttduscht die Heimfahrt antreten.
Am 8. Mai 1996 war es wieder so weit. Im Stade Roi Baudoin in Br|ssel lautet das Finale Paris Saint Germain gegen Rapid. Doch ein Tor von N'Gotty in der 28. Minute zerbricht die Trdume eines Europacupsieges von so vielen Rapidfans. Paris Saint Germain war in diesem Finale die routiniertere Mannschaft. - Doch aller guten Dinge sind drei!
Aufstellung:
Konsel, Ivanov, Schvttel, Hatz, Guggi, K|hbauer, Heraf, Stvger, Marasek, Jancker, Stumpf (Barisic 46)