RAPID

Walter Zeman war der "Panther von Glasgow", der "Tiger von Budapest", nur f|r Ernst Happel war er der "Unaussprechliche von H|tteldorf", vor allem wenn der "Wvdmasta" gerade einen seiner ber|chtigten R|ckpasses getdtigt hatte.
Datum: Mehrfach in den 50ern.
 
Max Merkel, Jahrgang 1918, hat von 100 Jahren Rapid-Geschichte 80 miterlebt. Er spielte in den F|nfziger Jahren bei dem Gr|n-Wei_en (gemeinsam mit Ernst Happel), wurde spdter ein Trainer von Weltformat und f|hrte auch Rapid zum Meistertitel. Ber|hmt wurde er aber vor allem dadurch, da_ er sich nie ein Blatt vor den Mund nahm. Hier eine Auswahl seiner besten Spr|che: 
"Mir is lieber, es sitzt aner vfters beim Heurigen und is a guter Kicker, als er is a Milchtrinker und spielt an Topf'n z'samm."
"Die Funktiondre wissen nicht einmal, da_ im Ball Luft is. Die glauben doch, der springt, weil ein Frosch drin is'."
"In Spanien gibt's f|r eine Niederlage drei Gr|nde: Entweder war der Wind zu stark oder die Sonne zu hei_ - oder die gestifteten Kerzen in der Kirche waren zu kurz..."
"Heute trifft einer zufdllig den Ball und kostet schon eine Million!" (Anm.: Wie recht er damit hatte, besonders aus heutiger Sicht...!)
"Im Training hab' ich Antialkoholiker gegen Alkoholiker spielen lassen. Die Alkoholiker siegten 7:1. Da hab ich gesagt: Sauft's weiter!"

Otto "Maximal" Baric, personifizierte Selbstvertrauen-Fabrik, war in den 80er-Jahren schillernde Trainerpersvnlichkeit bei Rapid. Auf dem Weg zum ersten Europacupfinale 1985 schlitterte Rapid in Dresden gegen Dynamo (Hinspiel) in eine 0:3-Niederlage. Ottos Kommentar im Interview nach dem Spiel (in unvergleichlichem Akzent): 
"Wir werden das Resultat umdrehen. Finf Tore sind mdglich."
Rapid gewann das R|ckspiel im Hanappi-Stadion 5:0.

Hans Krankl, als Spieler unbestrittene Legende, diente der Rapid auch drei Jahre lang als Trainer. Der ganz gro_e Erfolg blieb leider aus (auch wenn Krankls Spieler-Entdeckungen spdter zum Teil zu echten St|tzen in der Mannschaft wurden), doch mit seinen Spr|chen war er immer wieder in den Schlagzeilen. Eine dieser Aussagen war an den von ihm ungeliebten damaligen Vorstand gerichtet, ein Spruch, der bis heute nicht nur im Sport, sondern auch in Wirtschaft und Politik gerne verwendet wird (Fr|hjahr 1992): 
"Der Fisch fdngt am Kopf zu stinken an!"

Dialog ORF-Reporter Wolfgang Koczi - Hans Krankl, nachdem letzterer sich selbst für die letzten Meisterschaftsspiele ein Redeverbot auferlegt hat, Sommer 1992 
Koczi: Hans Krankl, sogn's IRGENDWOS!
Krankl: U2 - Morgen Donauinsel!
Koczi: Und heute?
Krankl: Guns'n'Roses - Donauinsel! 

Didi Kühbauer zu einem Reporter in einem ORF-Interview, Herbst 1994: 
"Was Sie da sagen, ist für die Würschte!" 
ORF-Mann Peter Elstner rief übrigens einen Tag nach der Veröffentlichung dieses Spruchs in der "Kurier"-Redaktion an und wollte festgehalten wissen, daß er NICHT der Interviewer war.

Gespräch nach den ersten Erfolgen Rapids unter Ernst Dokupil, Herbst 1994 
Reporter: Hans Krankl, was sagen Sie zu den jüngsten Erfolgen Rapids?
Krankl: Des is für mi ka Wunda, wäu der hamliche Chef is eh' da Funki Feurer!
Dokupil: Des war er jo aa bei Dir, net woah?
Krankl: Freilich, er is jo aa im Nationalteam der Chef! 

Ernst Dokupil 1995/96 über die neue FIFA-Regel, die das Jubeln nach einem Tor einschränken will: 
"Bei uns ist das eigentlich kein Problem, weil Christian Stumpf hat Fieberblasen, Carsten Jancker ist zu groß, Peter Stöger zu dünn, um ihn zu erwischen, ja und sonst ... Trifon Ivanov, (dem) gibt maximal seine Frau und seine Mutter einen Ku_!"

Peter Schöttel, befragt über seinen Libero, Frühjahr 1996 
"Trifon Ivanov ist der einzige Mensch den ich kenne, der, wenn er sich rasiert, 4 Stunden später wieder einen Vollbart hat." 

Etwa zur selben Zeit hat auch Didi K|hbauer eine Geschichte |ber seinen bdrtigen Mitspieler mit der Nummer 4 zu erzdhlen: 
"Fuer ihn brduchten wir eine dritte Halbzeit, damit es zwei Pausen gibt, da eine zuwenig ist, um seinen Bart zu rasieren!"  

Didi Kühbauer über die technischen Fertigkeiten von Carsten Jancker, Frühjahr 1996: 
"Solang er aufs eigene Tor zielt und ins gegnerische trifft, paßt's eh." 

Juni 1996: Der 30.Meistertitel ist seit einigen Sekunden Geschichte, Didi K|hbauer ist 1. im Freudentaumel, 2. umringt von singenden, die Welt umarmenden, gruen-weiss gekleideten Menschen. Didi hat diesen Menschen schon alles an Kleidung u.d. geschenkt, was er hat - *fast* alles. Als die Menge ihn weiter anfeuert, zieht er seine Hose aus und wirft sie in die Menge. Darauf Trainer Ernst Dokupil:  
"Ich liebe den Didi, aber manchmal braucht er einen Vater." 

Ernst Dokupil nach dem nervenaufreibenden Europacupspiel gegen 1860 München, Herbst 1997 (Rapid stieg auf!) 
"Es muß einmal öffentlich gesagt werden: Fußball ist eben ein Scheiß Spiel"

"Don Didi" K|hbauer hat sich gerade ein wenig in Spanien eingelebt, da gibt er ein erstes Interview. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen seinem neuen Club Real Sociedad und Rapid meint er (Herbst 1997): 
"Real ist in Spanien, Rapid in Vsterreich." 

In Italien gibt es Transfergerüchte über Christian Stumpf. Eine Neapolitanische Zeitung versucht ihn zu beschreiben, Jänner 1998: 
"Er ist blond und dhnelt sehr dem Richard Gere." 

Der VFB gibt anld_lich der WM in Frankreich ein dickes Sonderheft |ber unser Nationalteam heraus. Darin wird Peter Schvttel u.a. gefragt, welche Schlagzeile er denn am liebsten ueber sich lesen w|rde, Mai 1998: 
"Rapids Peter Schvttel sagt spanischem Nobelklub Real Madrid ab!" 

Im derselben Zeitschrift wird Andi Herzog u.a. gefragt, welche Eigenschaft er denn gerne hdtte, Mai 1998: 
"Ich mvchte gerne so falsch singen kvnnen wie der Toni Polster und trotzdem soviele CDs verkaufen!" 

Dezember 1998: Im Rapid-Magazin spielen Andi Heraf und Schurli Wimmer ein Wissens-Quiz |ber Fu_ball. Eine Frage lautet: Bei welcher WM mu_ten die Spieler wegen schlechter Bodenverhdltnisse Gummistiefel statt Fu_ballschuhen tragen? 
Wimmer: "1950 in Brasilien!"
Heraf: "Bei keiner WM, Du Eierbdr!"

Februar 1999: Auf dem Eislaufplatz beim Wiener Rathausplatz findet zwischen Rapid und Austria ein Derby im Eisstockschie_en statt. Leider gewinnt die Austria mit 2:1. Kommentar von Ernst Dokupil: 
"Jetzt hat die Austria endlich eine Sportart gefunden, bei der sie auch gewinnen kann!"


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